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Restaurieren

Alten Spind restaurieren

Spind mit viel Geduld selbst restaurieren

Ein alter Holzspind muss nicht auf dem Sperrmüll landen, sondern kann sehr schön restauriert werden und damit zum Blickfang in jeder Wohnung werden. Neben Geduld wird dabei in erster Linie ausreichend Schleifpapier in den Körnungen 180 und 210 gebraucht, dazu noch einen Lack oder eine Lasur und einen guten Holzreparaturspachtel. Damit können nicht nur Risse und Fugen bearbeitet werden, sondern auch ausgerissene Stellen damit geklebt werden.

Wie läuft eine Restauration ab?

Spind restaurierenZunächst werden alle Risse, Löcher oder Fugen mit dem Holzspachtel ausgebessert. Dies kann ruhig recht großzügig gemacht werden und mit dem Spachtel sollte nicht gespart werden. Danach muss dieser für 12 Stunden aushärten bevor mit den weiteren Arbeiten begonnen werden kann. Mit dem Schleifpapier der Körnung 180 werden überstehende Spachtelreste abgeschliffen.

Auch der Rest des Spindes muss komplett und sauber geschliffen werden, bis keine Rückstände mehr auf der Oberfläche sind. Im Anschluss daran sollte der Spind mit einer Lasur behandelt werden. Empfehlenswert ist hier eine sogenannte Dichschichtlasur, die nach dem Auftragen einen neuen Untergrund auf dem Spind bildet. Ist die Lasur getrocknet, so wird die Oberfläche nochmals mit einem Schleifpapier der Körnung 210 geschliffen und erst dann kommt ein weiterer Schicht darauf.

Beim zweiten Auftrag muss aber nicht unbedingt wieder die Lasur verwendet werden, sondern es kann auch jetzt bereits ein edles Holzöl sein.

Mit diesem Öl wird dem Spind zu einem besonderen Glanz verliehen. Es kann aber auch statt einer Lasur am Anfang nach dem Schleifen auch ein klarer Holzlack verwendet werden. Dies kommt natürlich auch darauf an, zu welchen anderen Möbelstücke der Spind eventuell passen soll.

Wer auf das Schleifen verzichten kann und einen alten Spind nur reinigen will, der sollte dies aber auf jeden Fall mit einem Holzöl tun. Mit einem weichen Lappen wird dazu das Öl satt auf die Oberflächen aufgetragen und so oft wiederholt, bis das Holz kein Öl mehr aufsaugt. Danach wird der Spind in Richtung der Maserung mit einem weichen Lappen poliert und erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Klebefolie vom Schrank zu entfernen

Beste Methode, um eine Klebefolie vom Schrank zu entfernen

Klebefolie entfernenManchmal bereiten alte, nicht mehr gefallende Klebefolien bei Schränke einige Mühe bei der Entfernung. Dünne Folien gehen ja noch ganz gut zu entfernen, aber wenn diese als Schutz direkt auf der Oberfläche eines Schrankes angebracht sind, so ist dies doch mit einigen Mühe verbunden und nicht selten bleiben dann auf der Oberfläche Klebereste zurück.

Für viele stellt dies ein Problem dar, wenn die Klebefolie und die Kleberückstände entfernt werden sollen, ohne das dabei die Oberfläche beschädigt wird.

Waschbenzin ein gutes Mittel

Bevor die Arbeit begonnen wird und versucht wird die Folie abzuziehen, sollte erst einmal mit einem ganz normalen Fön die Folie auf der gesamten Fläche erwärmt werden. Erwärmte Folie lässt sich deutlich besser entfernen. Doch dazu sollte nicht die höchste Stufe des Fönes eingestellt werden und auch genügend Abstand zur Folie eingehalten werden.

Es kann sonst passieren, dass sich der Klebstoff der Folie ins Holz oder die Oberfläche des Schrankes einbrennt. Ist die Folie erwärmt, so kann sie vorsichtig und immer parallel verlaufend abgezogen werden. Rückstände mit Klebstoff können mit einem milden Waschbenzin entfernt werden.

Dieser Waschbenzin ist im Baumarkt und auch in jeder gängigen Drogerie zu erhalten. Trotz der Tatsache, dass er sehr mild ist, sollte an einer versteckten Stelle dennoch erst einmal getestet werden, ob er auch für das Material verträglich ist und keine Schäden oder hässliche Spuren hinterlässt.

Ist dies der Fall, so kann auch noch ein Hausfrauenmittel helfen und die Reste können mit Butter, Öl oder Margarine entfernt werden. Die Butter, das Öl oder die Margarine wird einfach dünn auf den Kleberest aufgetragen und nach einer Wartezeit von etwa einer Stunde kann mit einem sauberen und weichen Lappen der gelöste Kleber entfernt werden.

Mit heißem Wasser und einem weichen Ledertuch kann abschließend die gesamte Oberfläche abgewischt werden und die Klebereste der Klebefolie müssten in den meisten Fällen vollständig verschwunden sein. Je behutsamer beim Abziehen der Klebefolie vorgegangen wird, desto weniger Rückstände bleiben auch auf der Oberfläche.

Schaden beheben am furnierten Schrank

Schäden am furnierten Schrank beheben

furnierter SchrankNichts ist ärgerlicher, als wenn an einem Möbelstück Schäden an der Oberfläche des Holzes entstehen. Bei einem naturbelassenen Massivholzschrank kann dies oft mit Holzkitt noch leicht ausgebügelt werden.

Doch bei einem Schrank mit einer furnierten Oberfläche wird das Ganze schon etwas komplizierter, aber dennoch nicht unmöglich. Vor allem Kratzer auf dieser furnierten Oberfläche, die meistens noch mit einem Lack versehen ist, sind schwer zu beseitigen.

Zwar kann versucht werden, die Stelle mit dem Kratzer ordentlich zu polieren, aber oftmals sieht hinterher die Fläche rund um den Kratzer nicht mehr so aus, wie das vorher der Fall war.

Auch Holzpflegeöl oder Holzpolitur nützt hier in der Regel nicht viel. Zwar ist der Kratzer unmittelbar nach dem Auftragen des Öls oder der Politur verschwunden, doch ist dieses vollständig ausgetrocknet, erscheint auch der Kratzer wieder sichtbar an der Oberfläche.

Aceton oder Nitrolackverdünner helfen

Am besten kann hier mit einem ganz feinen Aquarellpinsel und etwas Aceton oder Nitrolackverdünner gearbeitet werden. Mit dem Pinsel und dem Mittel kann versucht werden, den Lack auf dem Furnier anzulösen, dass heißt, flüssig zu machen.

Dazu wird die Pinselspitze etwas mit Aceton oder dem Lackverdünner getränkt und vorsichtig in die Vertiefung des Kratzers eingeführt. Wichtig ist dabei aber, dass es nur in den Kratzer gebracht wird und keine anderen Stellen damit berührt werden. Deshalb sollte der Pinsel auch so fein wie nur möglich sein.

Wenn sich der Lack durch diese Maßnahme anlöst, dann verschwindet auch der unansehnliche Kratzer. Die Vertiefung, die solch ein Kratzer hinterlässt, bleibt aber auf jeden Fall bestehen, aber man sieht das später nicht mehr so deutlich.

Ganz wichtig ist auch, dass nach diesem Verfahren die Oberfläche des Schrankes für mindestens 24 Stunden nicht berührt wird, da diese in der Einwirkzeit und Trocknungszeit sehr empfindlich ist.

Wer sich dies nicht zutraut, der kann auch versuchen mit einem farblosen Wachs und einem Wattestäbchen mehrfach über diese Stelle zu reiben. Manchmal hilft das auch schon und der hässliche Kratzer verschwindet fast ganz.

Schrank abbeizen

Schrank abbeizen

Schrank abbeizenJedes Möbelstück, das seine natürliche und ursprüngliche Struktur des Holzes wieder erhalten soll, muss dafür abgebeizt werden.

Mit einem Abbeizer werden die Oberflächen des Holzes fasertief von alten Holzölen oder Harzen aus Acryllack befreit. Doch beim Abbeizen gibt es einige Dinge, die berücksichtigt werden müssen.

Abbeizmittel anrühren

Im Fachhandel gibt es spezielle Abbeizer zu kaufen. Diese sind mit Wasser bei einem Mischverhältnis von 1:1,5 anzurühren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine Klumpen entstehen. Etwa zehn Minuten lang sollte diese Masse dann quellen und wird im Anschluss daran noch einmal kräftig durch gerührt.

Bevor der Abbeizer auf den Schrank aufgetragen wird, sollten vorher alle Beschläge und Schlösser an dem Schrank entfernt werden. Auch Stellen, an die kein Abbeizer kommen darf, sollten durch Abkleben geschützt werden.

Mit einem Spachtel wird dann der Abbeizer auf die Schrankoberflächen aufgetragen. Die Schicht sollte etwa drei Millimeter dick sein und gleichmäßig auf der gesamten Fläche aufgetragen werden. Ist dies erledigt, so sollte etwa zwei bis vier Stunden gewartet werden, damit das Mittel richtig gut einwirken kann.

Dies ist am besten daran zu erkennen, dass sich die Masse bräunlich verfärbt und wenn das der Fall ist, kann mit einem Spachtel die Masse, zusammen mit den gelösten Farb- oder Lackrückständen, entfernt werden.

Gründlich abwaschen

Ist alles sauber entfernt, so muss die Oberfläche gründlich abgewaschen werden. Dazu wird am besten eine Bürste oder ein etwas härterer Schwamm verwendet und klares, heißes Wasser genommen. Die Reinigung sollte etwa zwei- bis dreimal erfolgen.

Ideal ist es, wenn vor dem letzten Abwaschen dem Wasser noch ein Spritzer Essig zugefügt wird. Sind an der Oberfläche kleine Beschädigungen oder Risse, so können diese mit einem Holzkitt leicht ausgebessert werden.

Sind alle Arbeitsschritte beendet, kann der Schrank mit einem flüssigen Holzwachs behandelt werden. Dieser durchsichtige Wachs trocknet sehr schnell und verleiht dem alten Schrank wieder ein neues und frisches Aussehen.

Schrank ablaugen

Schrank ablaugen

Schrank ablaugenUm den alten Schrank von seiner alten Lackierung zu befreien, gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Altlack kann abgeschliffen werden, er kann abgebrannt werden, es kann ein Abbeizer verwendet werden oder die Farbe wird durch Ablaugen entfernt.

Am besten ist natürlich das herkömmliche Abschleifen, aber gerade wenn mehrere Lackschichten zu entfernen sind, ist dies eine sehr mühselige und langwierige Angelegenheit. Einfacher geht es, wenn der Schrank abgelaugt wird.

Im Freien arbeiten

Professionelle Firmen verwenden zum Ablaugen sogenannte Ablaugekabinen oder Tauchbäder. Für den Heimwerker ist das jedoch nicht möglich und dieser muss auf die Ablagepaste aus dem Baumarkt zurückgreifen. Zunächst sollten die Oberflächen des Schrankes geschliffen werden. Im Anschluss daran wird die Paste zum Ablaugen gleichmäßig dick auf die komplette Oberfläche aufgetragen.

Da hierbei aber auch giftige Dämpfe entstehen können, sollte die Arbeit im Freien und mit Mundschutz durchgeführt werden. Zum Auftragen der Ablaugepaste wird am besten ein normaler Spachtel verwendet. Die Paste sollte etwa zwei bis drei Stunden einwirken, ehe die Masse und die gelöste Farbe abgespachtelt werden können. Ist alles entfernt, müssen die behandelten Oberflächen des Schrankes gründlich abgewaschen werden.

Dazu wird klares Wasser verwendet und ein harter Reinigungsschwamm. Es kann aber auch eine Bürste verwendet werden. Dieser Vorgang sollte mindestens einmal wiederholt werden. Bei jedem Holz gibt es Stellen, die weniger schnell oder manchmal gar nicht trocknen. Hier besteht die Gefahr, dass sich dort die Lauge festsetzt und später nach Austrocknung den neuen Anstrich beschädigt. Um dies zu verhindern, sollte die gesamte behandelte Oberfläche des Schrankes neutralisiert werden.

Dies bedeutet, dass die Oberflächen mit einer leichten Säure befeuchtet werden. Dazu kann ganz normale Essigessenz aus dem Haushalt verwendet werden. Zu 10 Teilen Wasser wird ein Teil Essigessenz gegeben und diese Mischung wird gleichmäßig auf die Holzoberfläche aufgetragen. Ist alles ausgetrocknet, kann der neue Anstrich aufgetragen werden.